Hinweis zur bereitgestellten Fassung: Das Ausgangsdokument enthält noch offene Platzhalter, unter anderem zu Zahlungsarten, Absagefrist, erheblicher Verspätung und Nachstechfristen. Diese Angaben wurden in der Webfassung bewusst nicht erfunden oder verändert und sind gelb markiert. Das Ausgangsdokument empfiehlt, sie vor Veröffentlichung zu ersetzen.
1
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Leistungen von Happy Pain Tattoostudio, insbesondere für Beratung, Motivbesprechung, Entwurfserstellung, Terminreservierung, Tätowierungen, Nachstechtermine, Gutscheine, Fotofreigaben und sonstige studioübliche Leistungen. Sie gelten gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB, soweit keine abweichende Individualvereinbarung getroffen wurde. Abweichende oder ergänzende Vereinbarungen bedürfen mindestens der Textform, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist. Individuelle Absprachen gehen diesen AGB vor. Gesetzliche Verbraucherrechte werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.
2
2. Vertragspartner, Studioangaben und Begriffe
Vertragspartner ist, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, Happy Pain Tattoostudio, vertreten durch den/die Inhaber/in. Die konkreten Kontaktdaten sind im Impressum, im Studioaushang oder in der Terminbestätigung aufgeführt. "Kunde" oder "Kundin" bezeichnet die Person, die eine Leistung bucht oder in Anspruch nimmt. "Artist" bezeichnet die tätowierende Person. "Tätowierung" bezeichnet das Einbringen von Tätowiermitteln in die Haut. "Termin" bezeichnet den verbindlich vereinbarten Zeitraum für Beratung, Vorbereitung, Tätowierung oder Nachsorge.
3
3. Leistungen des Studios
Happy Pain erbringt künstlerisch-handwerkliche Dienstleistungen im Bereich Tattoo. Hierzu gehören insbesondere Beratung, Motiventwicklung, Anpassung vorhandener Vorlagen, Vorbereitung der Haut, Durchführung der Tätowierung, Nachkontrolle und gegebenenfalls Nachstechen. Die künstlerische Leistung ist abhängig von Motiv, Körperstelle, Hautbeschaffenheit, Größe, Stil, technischer Umsetzbarkeit und Mitwirkung der Kundin oder des Kunden. Ein bestimmter medizinischer oder kosmetischer Erfolg wird nicht garantiert. Cover-ups, Überarbeitungen alter Tattoos, Narbenbereiche, sehr feine Linien, Finger-, Hand-, Fuß-, Gelenk- und Halsbereiche sowie sehr kleine Details können besonderen technischen und heilungsbedingten Einschränkungen unterliegen.
4
4. Vertragsschluss, Terminbuchung und Kommunikation
Eine unverbindliche Anfrage über Telefon, E-Mail, Messenger, Social Media oder persönlich stellt noch keinen Vertragsschluss dar. Ein Vertrag kommt zustande, wenn das Studio den Termin, die wesentlichen Leistungsdaten und gegebenenfalls die Terminkaution bestätigt und die Kundin oder der Kunde diese Buchung annimmt. Wesentliche Leistungsdaten sind insbesondere Motividee, Körperstelle, ungefähre Größe, Stilrichtung, Artist, Terminzeitraum und Preis oder Preisrahmen. Soweit Details erst am Termin verbindlich festgelegt werden können, bleibt die Vereinbarung entsprechend offen. Die Kundin oder der Kunde ist verpflichtet, bei der Buchung zutreffende Kontaktdaten anzugeben und Nachrichten des Studios rechtzeitig zu prüfen. Terminrelevante Änderungen, Gesundheitsinformationen oder Absagen sind unverzüglich mitzuteilen.
5
5. Volljährigkeit und Minderjährige
Happy Pain tätowiert grundsätzlich nur Personen ab 18 Jahren. Das Studio ist berechtigt, vor Beratung, Terminbestätigung oder Durchführung der Tätowierung einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis zu verlangen. Eine Tätowierung Minderjähriger erfolgt nicht, auch dann nicht, wenn eine Zustimmung der Sorgeberechtigten vorgelegt wird. Diese Studioregelung dient dem Schutz der Kundschaft, der Rechtssicherheit und der Vermeidung von Zweifeln an Einwilligungsfähigkeit und Vertragswirksamkeit. Sollte das Studio künftig ausnahmsweise Minderjährige zulassen wollen, ist hierfür eine gesonderte anwaltlich geprüfte Regelung mit persönlicher Anwesenheit und schriftlicher Zustimmung aller Sorgeberechtigten sowie besonderer Aufklärung erforderlich.
6
6. Beratung, Aufklärung, Gesundheitsangaben und Einwilligung
Vor der Tätowierung findet eine Aufklärung über die wesentlichen Umstände statt. Dazu gehören insbesondere Ablauf, Schmerzempfinden, Dauer, Körperstelle, Motivgrenzen, mögliche Hautreaktionen, Blutung, Infektionsrisiken, Allergien, Narbenbildung, Farbveränderungen, Heilungsverlauf, Pflegepflichten und Nachstechmöglichkeiten. Die Kundin oder der Kunde ist verpflichtet, alle für die sichere Durchführung relevanten Angaben vollständig und wahrheitsgemäß zu machen. Dies betrifft insbesondere Allergien, Hautkrankheiten, Diabetes, Gerinnungsstörungen, Kreislaufprobleme, Infektionskrankheiten, Immunschwäche, Schwangerschaft, Stillzeit, Medikamente, Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss, Narben, Sonnenbrand, Hautreizungen und frühere Komplikationen bei Tattoos. Die Durchführung erfolgt nur nach ausdrücklicher Einwilligung. Die Einwilligung kann bis zum Beginn der Tätowierung widerrufen werden. Nach Beginn der Tätowierung kann ein Abbruch je nach Situation Kosten für bereits erbrachte Leistungen, Vorbereitungsaufwand und Material auslösen.
7
7. Ablehnung, Verschiebung oder Abbruch der Behandlung
Happy Pain darf Beratung, Entwurf, Termin oder Tätowierung ablehnen, verschieben oder abbrechen, wenn sachliche Gründe vorliegen. Sachliche Gründe sind insbesondere gesundheitliche Risiken, fehlende Einwilligungsfähigkeit, fehlender Ausweis, Zweifel an Volljährigkeit, Alkohol- oder Drogeneinfluss, akute Erkrankung, Fieber, Infekt, Sonnenbrand, offene oder entzündete Hautstellen, ungeeignete Hautbeschaffenheit, hygienische Risiken, unvollständige Angaben, aggressives Verhalten oder rechtliche bzw. ethische Bedenken beim Motiv. Das Studio darf insbesondere Motive ablehnen, die diskriminierend, extremistisch, beleidigend, gewaltverherrlichend, rechtswidrig, marken- oder urheberrechtlich problematisch oder mit den Werten des Studios unvereinbar sind. Bei Ablehnung oder Abbruch aus Gründen, die die Kundin oder der Kunde zu vertreten hat, können bereits angefallene Kosten, Materialverbrauch, Entwurfsaufwand und ein angemessener Ausfallschaden nach den gesetzlichen Vorschriften berechnet werden. Der Kundin oder dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
8
8. Preise, Kostenschätzungen, Zahlung und Rechnungen
Preise richten sich nach Motiv, Größe, Körperstelle, Detailgrad, Stil, Farbeinsatz, Vorbereitungszeit, Sitzungsdauer, Artist und technischem Aufwand. Vorab genannte Beträge sind nur dann Festpreise, wenn sie ausdrücklich als Festpreis bestätigt wurden. Wird ein Preisrahmen oder eine Schätzung genannt, kann der Endpreis höher oder niedriger ausfallen, wenn Motiv, Größe, Körperstelle, Detailgrad, Sitzungsdauer oder Kundenwünsche abweichen. Zusätzliche Änderungen, Erweiterungen oder spontane Zusatzmotive können gesondert berechnet werden. Zahlungen sind, sofern nichts anderes vereinbart ist, unmittelbar nach der Sitzung fällig. Akzeptierte Zahlungsarten sind: [Barzahlung / EC / Überweisung / PayPal / andere Zahlungsarten eintragen]. Rechnungen oder Quittungen werden auf Wunsch bzw. nach den gesetzlichen Vorgaben ausgestellt.
9
9. Termine, Terminkaution, Absage, Nichterscheinen und Verspätung
Für verbindliche Termine kann eine Terminkaution vereinbart werden. Die Terminkaution dient der Reservierung des Termins und der Absicherung von Vorbereitungs- und Ausfallrisiken. Sie wird bei ordnungsgemäßer Wahrnehmung des Termins grundsätzlich auf den Endpreis angerechnet, sofern nichts anderes individuell vereinbart wurde. Eine Terminkaution sollte für jeden Termin gesondert in Textform vereinbart werden. Pauschale Verfallregelungen ohne Rücksicht auf den konkreten Schaden werden nicht vereinbart. Soweit eine Kaution bei kurzfristiger Absage oder Nichterscheinen einbehalten wird, geschieht dies nur im Rahmen der gesetzlichen Zulässigkeit und unter Berücksichtigung ersparter Aufwendungen sowie eines möglichen Ersatztermins. Absagen oder Terminverschiebungen durch Kundinnen und Kunden müssen so früh wie möglich erfolgen. Empfohlen ist eine Absage spätestens [7 / 10 / 14 Tage eintragen] vor dem Termin. Bei rechtzeitiger Absage kann die Terminkaution auf einen Ersatztermin übertragen werden, soweit organisatorisch möglich. Bei Nichterscheinen, sehr kurzfristiger Absage oder erheblicher Verspätung kann der Termin entfallen. Das Studio kann dann eine vereinbarte Terminkaution ganz oder teilweise einbehalten oder einen konkret entstandenen Ausfallschaden geltend machen. Der Kundin oder dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Bei Verspätung kann sich die verfügbare Tattoozeit verkürzen. Ab einer erheblichen Verspätung von regelmäßig [20 / 30 Minuten eintragen] darf das Studio den Termin absagen oder verschieben, wenn eine ordnungsgemäße Durchführung nicht mehr möglich ist oder Folgetermine beeinträchtigt würden. Muss Happy Pain einen Termin aus Gründen absagen, die die Kundin oder der Kunde nicht zu vertreten hat, wird ein Ersatztermin angeboten oder eine bereits gezahlte Terminkaution erstattet.
10
10. Motive, Entwürfe, Vorlagen und Urheberrechte
Alle vom Studio oder den Artists erstellten Skizzen, Zeichnungen, digitalen Designs, Flashs, Stencils, Kompositionen und sonstigen Entwürfe bleiben geistiges Eigentum des jeweiligen Urhebers oder der jeweiligen Urheberin, soweit keine abweichende schriftliche Vereinbarung getroffen wurde. Die Kundin oder der Kunde erhält nur das Recht, den final freigegebenen Entwurf durch Happy Pain als Tattoo umsetzen zu lassen. Ohne ausdrückliche Zustimmung dürfen Entwürfe nicht kopiert, veröffentlicht, kommerziell genutzt, verändert, an andere Studios weitergegeben oder anderweitig tätowiert werden. Mitgebrachte Vorlagen, Bilder, Logos, Schriftzüge, fremde Tattoo-Fotos oder KI-generierte Motive werden nur als Referenz genutzt, soweit dies rechtlich und künstlerisch vertretbar ist. Die Kundin oder der Kunde versichert, dass durch bereitgestellte Vorlagen keine Rechte Dritter verletzt werden. Das Studio kann die Umsetzung fremder Vorlagen ablehnen oder abwandeln.
11
11. Durchführung der Tätowierung und Freigabe des Stencils
Vor Beginn prüft die Kundin oder der Kunde Motiv, Körperstelle, Größe, Platzierung, Ausrichtung und Schreibweise. Mit Freigabe des Stencils bzw. der finalen Platzierung bestätigt die Kundin oder der Kunde, dass diese Punkte dem Wunsch entsprechen. Nach Beginn der Tätowierung sind Änderungen nur möglich, soweit sie technisch, hygienisch, zeitlich und künstlerisch umsetzbar sind. Zusätzlicher Aufwand kann gesondert berechnet werden. Tätowierungen sind Handarbeit auf lebender Haut. Geringfügige Abweichungen von Vorlage, digitaler Darstellung, Symmetrie, Linienverlauf, Farbwirkung oder Detailtreue können haut-, körperstellenoder handarbeitsbedingt auftreten und stellen nicht automatisch einen Mangel dar.
12
12. Hygiene, Tätowiermittel und Materialien
Happy Pain arbeitet nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben, behördlichen Anforderungen und allgemein anerkannten Hygieneregeln. Dazu gehören insbesondere saubere Arbeitsflächen, geeignete Desinfektion, Einmalmaterialien, sachgerechte Entsorgung, persönliche Schutzausrüstung und hygienische Vorbereitung der Haut. Das Studio verwendet Tätowiermittel und Materialien, die nach Kenntnis des Studios für die Verwendung in Deutschland vorgesehen sind. Tätowiermittel unterliegen unter anderem dem LFGB, der deutschen Tätowiermittel-Verordnung und europäischen Stoffbeschränkungen, insbesondere REACH. Die rechtliche Überwachung erfolgt durch zuständige Behörden. Kundinnen und Kunden dürfen sterile Materialien, Arbeitsflächen, Maschinen, Farben, Nadeln, Abwürfe oder vorbereitete Bereiche nicht ohne Aufforderung berühren. Hygieneanweisungen des Studios sind einzuhalten.
13
13. Pflichten der Kundinnen und Kunden vor und während des Termins
Die Kundin oder der Kunde hat den Termin körperlich geeignet, ausgeruht, nüchtern in Bezug auf Alkohol und Drogen, ausreichend gegessen und ausreichend hydriert wahrzunehmen. Am Vortag und am Termintag sind Alkohol, Drogen, starke körperliche Belastung, intensive Sonne und vermeidbarer Stress zu vermeiden. Die zu tätowierende Hautstelle muss frei von Sonnenbrand, offenen Wunden, Entzündungen, Ausschlag, Rasurbrand, frischen Verletzungen, starken Hautreizungen und ungeeigneten Pflegeprodukten sein. Auf die Tattoo-Stelle sollen am Termintag keine Sonnencreme, stark parfümierte Creme, Öl, Selbstbräuner oder Make-up aufgetragen werden. Verordnete Medikamente dürfen nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Blutverdünnende Medikamente, Antibiotika, Kortison, Akne-Medikamente, starke Schmerzmittel oder sonstige relevante Medikamente sind vorab mitzuteilen; medizinische Fragen sind ärztlich abzuklären. Während des Termins sind Anweisungen des Studios zu befolgen. Ruckartige Bewegungen, Berühren der Arbeitsfläche, Fotografieren ohne Erlaubnis, störendes Verhalten oder Missachtung hygienischer Regeln können zum Abbruch führen.
14
14. Heilung, Pflege, Eigenverantwortung und Nachsorge
Ein frisches Tattoo ist eine Wunde. Die Kundin oder der Kunde erhält Pflegehinweise mündlich und/oder schriftlich. Diese Hinweise sind verbindlich zu beachten, weil falsche Pflege, Kratzen, Reibung, Schweiß, Sonne, Wasserbelastung, ungeeignete Produkte oder mangelnde Hygiene zu Farbverlust, Entzündung, Narbenbildung oder Heilungsproblemen führen können. Während der Heilungsphase sind insbesondere direkte Sonne, Solarium, Sauna, Schwimmbad, See, Meer, Whirlpool, Vollbad, Kratzen, Pulen, starke Reibung, enge oder schmutzige Kleidung und übermäßiges Schwitzen zu vermeiden, solange die Haut nicht geschlossen und abgeheilt ist. Der Heilungsverlauf ist individuell und hängt unter anderem von Hauttyp, Körperstelle, Motiv, Immunsystem, Pflege, Alltag, Kleidung, Sport, Sonnenexposition und Gesundheitszustand ab. Leichte Rötung, Schwellung, Wundflüssigkeit, Juckreiz und Schuppung können im normalen Heilungsverlauf auftreten. Bei stark zunehmenden Schmerzen, deutlicher Schwellung, Eiter, unangenehmem Geruch, Fieber, roten Streifen, Kreislaufproblemen, allergischen Reaktionen oder allgemeinem Krankheitsgefühl ist unverzüglich ärztlicher Rat einzuholen.
15
15. Nachstechen, Reklamationen und Gewährleistung
Ein Tattoo kann nach der Abheilung kleine Aufhellungen, Lücken oder ungleichmäßige Stellen zeigen, ohne dass dies automatisch auf eine fehlerhafte Leistung zurückzuführen ist. Ob und in welchem Umfang ein Nachstechen sinnvoll ist, entscheidet das Studio nach vollständiger Abheilung, regelmäßig frühestens nach [4 bis 8 Wochen eintragen]. Ein einmaliges Nachstechen kann innerhalb von [z. B. 3 Monaten eintragen] kostenfrei oder vergünstigt angeboten werden, soweit die Notwendigkeit nicht auf falsche Pflege, äußere Einwirkungen, besondere Körperstellen, medizinische Faktoren, Kundenverhalten oder Wunschänderungen zurückzuführen ist. Kostenpflichtig ist ein Nachstechen insbesondere bei Nichtbeachtung der Pflegehinweise, Kratzen, Sonnenbrand, starker Reibung, Sport- oder Wasserbelastung, sehr feinen Linien, Finger-, Hand-, Fuß-, Gelenk- oder Halsstellen, nachträglichen Wunschänderungen, Erweiterungen, verspäteter Meldung oder Nichterscheinen zum Nachstechtermin. Gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben unberührt. Reklamationen sind möglichst zeitnah und mit aussagekräftigen Fotos oder persönlicher Vorstellung mitzuteilen. Das Studio erhält Gelegenheit zur Prüfung und, soweit rechtlich vorgesehen, zur Nacherfüllung.
16
16. Medizinische Hinweise und keine Heilbehandlung
Happy Pain erbringt keine medizinischen Leistungen, Diagnosen oder Heilbehandlungen. Hinweise des Studios ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Krankheiten, Allergien, Medikamenteneinnahme, Hautproblemen, Schwangerschaft, Stillzeit, Immunschwäche oder Unsicherheiten ist vor dem Termin ärztlicher Rat einzuholen. Das Studio darf die Durchführung ablehnen oder eine ärztliche Abklärung verlangen, wenn gesundheitliche Risiken nicht ausreichend ausgeschlossen werden können.
17
17. Fotos, Videos, Social Media und Referenzen
Fotos oder Videos der Kundin oder des Kunden, des Motivs, des Tattoo-Prozesses oder des fertigen Tattoos dürfen nur mit gesonderter Einwilligung erstellt und veröffentlicht werden, soweit Personen erkennbar sind oder personenbezogene Daten betroffen sind. Eine Einwilligung zur Veröffentlichung auf Website, Social Media, Portfolio oder Werbematerial ist freiwillig und kann grundsätzlich mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Eine bereits rechtmäßig erfolgte Veröffentlichung kann je nach Medium und technischer Verbreitung nicht immer vollständig rückgängig gemacht werden. Die Kundin oder der Kunde darf eigene Fotos des Tattoos veröffentlichen. Eine Nennung des Studios oder Artists ist erwünscht, aber nicht verpflichtend, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
18
18. Gutscheine
Gutscheine können für Leistungen von Happy Pain eingelöst werden, sofern sie gültig, bezahlt und nicht bereits verwendet wurden. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen, außer soweit gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Soweit keine wirksame abweichende Vereinbarung besteht, gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen. Terminvereinbarungen und Einlösung hängen von Verfügbarkeit, Motiv, Artist, Studioablauf und gesundheitlicher Eignung ab.
19
19. Datenschutz und Vertraulichkeit
Happy Pain verarbeitet personenbezogene Daten nur im erforderlichen Umfang und nach Maßgabe der geltenden Datenschutzvorschriften, insbesondere DSGVO und BDSG. Verarbeitet werden können insbesondere Name, Kontaktdaten, Termindaten, Motivinformationen, Zahlungsdaten, Einwilligungen, Gesundheitsangaben, Fotos und Kommunikationsinhalte. Gesundheitsbezogene Angaben werden vertraulich behandelt und nur verarbeitet, soweit dies für Beratung, sichere Durchführung, Dokumentation, Nachsorge, rechtliche Nachweise oder berechtigte Interessen erforderlich ist. Zugriff erhalten nur Personen, die diese Informationen für den jeweiligen Zweck benötigen. Die vollständige Datenschutzerklärung und die Informationen nach Art. 13 DSGVO werden separat bereitgestellt. Kundinnen und Kunden können Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen verlangen.
20
20. Fernabsatz, Online-Buchung und Widerruf
Werden Verträge mit Verbraucherinnen oder Verbrauchern ausschließlich über Fernkommunikationsmittel geschlossen, etwa über Website, E-Mail, Telefon, WhatsApp, Instagram oder sonstige Messenger, kann ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen. Dies gilt insbesondere bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen. In diesen Fällen stellt Happy Pain eine gesonderte Widerrufsbelehrung und ein Muster-Widerrufsformular bereit, soweit ein Widerrufsrecht besteht. Die Widerrufsfrist beträgt grundsätzlich 14 Tage ab Vertragsschluss, soweit keine abweichende gesetzliche Regelung eingreift. Soll das Studio bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist mit Beratung, Entwurfsarbeit, Terminorganisation oder sonstigen Leistungen beginnen, ist eine ausdrückliche Zustimmung der Kundin oder des Kunden erforderlich. Soweit gesetzlich vorgesehen, kann bei Widerruf Wertersatz für bereits erbrachte Leistungen geschuldet sein. Bei vollständig erbrachten Dienstleistungen kann das Widerrufsrecht unter den gesetzlichen Voraussetzungen erlöschen. Praxisempfehlung: Die Widerrufsbelehrung sollte nicht nur in den AGB versteckt werden, sondern separat, klar, dauerhaft speicherbar und nachweisbar übermittelt werden.
21
21. Hausrecht, Begleitpersonen und Verhalten im Studio
Happy Pain übt das Hausrecht aus. Das Studio darf Personen den Zutritt verweigern oder sie des Studios verweisen, wenn sie den Ablauf stören, Hygienevorgaben missachten, andere Personen belästigen, aggressiv auftreten, unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen oder Sicherheitsrisiken verursachen. Begleitpersonen sind nur nach vorheriger Absprache zulässig. Kinder und Tiere sind aus Hygiene-, Konzentrations- und Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht geeignet. Das Studio kann die Zahl der Begleitpersonen begrenzen oder Begleitpersonen aus dem Arbeitsbereich ausschließen. Rauchen, Dampfen, Alkohol, Drogen, störende Telefonate, nicht erlaubtes Filmen sowie Berühren von Arbeitsmaterialien sind im Arbeitsbereich untersagt.
22
22. Haftung
Happy Pain haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, arglistigem Verschweigen von Mängeln sowie in allen Fällen gesetzlich zwingender Haftung. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet Happy Pain nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kundin oder der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Soweit gesetzlich zulässig, haftet Happy Pain nicht für Schäden, Komplikationen, Farbverlust, Narbenbildung, Entzündungen oder Heilungsprobleme, die auf falsche oder unvollständige Kundenangaben, Nichtbeachtung der Pflegehinweise, eigenmächtige Nachbehandlung, Kratzen, Sonne, Schwimmbad, Sauna, Sport, ungeeignete Produkte, medizinische Besonderheiten oder sonstige Umstände aus dem Verantwortungsbereich der Kundin oder des Kunden zurückzuführen sind.
23
23. Kundeneigentum und persönliche Gegenstände
Kundinnen und Kunden sind für mitgebrachte Gegenstände, Kleidung, Schmuck, Wertgegenstände, Mobiltelefone und Taschen selbst verantwortlich. Das Studio haftet für Verlust oder Beschädigung nur nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften. Kleidung kann trotz sorgfältiger Arbeitsweise mit Farbe, Desinfektionsmitteln oder Pflegeprodukten in Kontakt kommen. Kundinnen und Kunden sollen geeignete, saubere und unempfindliche Kleidung tragen.
24
24. Streitbeilegung, Gerichtsstand und Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem die Kundin oder der Kunde ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt, soweit sie gesetzlich anwendbar sind. Die Europäische Kommission hatte eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereitgestellt; nach aktueller Rechtsentwicklung sollten Angaben zur Verbraucherstreitbeilegung regelmäßig geprüft und im Impressum aktuell gehalten werden. Happy Pain ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, sofern keine gesetzliche Pflicht besteht. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Studios. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
ANHANG
Anhang 1: Praktische Umsetzung im Studio
Diese AGB sollten im Studio sichtbar ausliegen und bei Online-, Messenger- oder E-Mail-Buchungen vor Vertragsschluss in speicherbarer Form übermittelt werden. Empfehlenswert ist eine Bestätigung per E-Mail oder Nachricht, dass die Kundin oder der Kunde AGB, Datenschutzhinweise, Widerrufsbelehrung und Terminkautionsregelung erhalten hat. Für eine rechtssichere und praktische Umsetzung empfiehlt sich die Trennung in mehrere Dokumente:</p><p class="bullet">• AGB: allgemeine Vertrags- und Studio-Regeln.</p><p class="bullet">• Terminkautionsvereinbarung: individuelle Höhe, Termin, Absagefrist und konkrete Bedingungen.</p><p class="bullet">• Einwilligungs- und Aufklärungsbogen: Gesundheitsangaben, Risiken, Einwilligung in die Tätowierung.</p><p class="bullet">• Pflegehinweise: konkrete Aftercare-Regeln und Warnzeichen.</p><p class="bullet">• Datenschutzerklärung: Informationen nach Art. 13 DSGVO.</p><p class="bullet">• Foto-/Social-Media-Einwilligung: freiwillig und separat widerrufbar.</p><p class="bullet">• Widerrufsbelehrung: separat bei Online-, Telefon-, Messenger- oder sonstigen Fernabsatzbuchungen. Vor Veröffentlichung bitte insbesondere diese Platzhalter ersetzen: Inhaber/in, Kontakt, Zahlungsarten, Absagefrist, erhebliche Verspätung, Nachstechfrist, Zahlungsmodalitäten, Social-Media-Kanäle, Datenschutzkontakte und verwendete Buchungs-/Messenger-/Zahlungsdienste. Bei Online-Buchungen, Gutscheinen, Anzahlungen/Terminkautionen und Minderjährigenregelungen ist eine individuelle juristische Prüfung besonders wichtig, weil AGB-Klauseln in diesem Bereich schnell unwirksam sein können, wenn sie Kundinnen und Kunden unangemessen benachteiligen.
ANHANG
Anhang 2: Quellen und rechtliche Orientierung
Diese Vorlage orientiert sich an folgenden öffentlich zugänglichen rechtlichen und behördlichen Informationen. Die Quellen dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung:</p><p class="bullet">• Bundesumweltministerium, Safer Tattoo: Informationen zu sicherem Tätowieren, Tätowiermitteln und Einsteigerhinweisen.</p><p class="bullet">• Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL): rechtliche Grundlagen zu Tätowiermitteln, Tätowiermittel-Verordnung, Kennzeichnung und REACH-Bezug.</p><p class="bullet">• Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln und Risiken.</p><p class="bullet">• Bundesbeauftragte/r für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI): Informationspflichten nach Art. 13 und 14 DSGVO.</p><p class="bullet">• Bürgerliches Gesetzbuch: §§ 305 ff. BGB zu AGB, §§ 312g, 355 und 356 BGB zu Widerrufsrecht und Fernabsatz.</p><p class="bullet">• Tätowiermittel-Verordnung und europäische REACH-Beschränkungen für Stoffe in Tattoo-Farben und Permanent Make-up. Konkrete Links der Recherche: BMUV Safer Tattoo; BVL "Rechtliche Rahmenbedingungen für Tätowiermittel"; BfDI "Informationspflichten"; gesetze-im-internet.de zu § 312g, § 355 und § 356 BGB; BfR Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln.